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Standort: Weißensee (Kärnten)

Ausführung: 2004-2008

Umsetzung: Saunahaus 2005, Wohnhaus 2008

Mitarbeiter: Jürgen Fina

Planskizze Planskizze
Wohnhaus und Nebengebäude - Südansicht
Saunahaus - Südansicht und Westansicht

Dieses ländliche Ensemble stellt die bauliche Erweiterung einer Bootshütte direkt am Weissensee, sowie eines bestehenden Nebengebäudes in zwei Baustufen dar. Das ursprüngliche Försterhaus der Österreichischen Bundesforste wurde geschliffen, da es gestalterisch nicht anspruchsvoll und baulich in einem schlechten Zustand war. Die Anlage besteht nunmehr aus einem neuen Wohnhaus und dem restaurierten Nebengebäude auf dem Grundstück, welches durch die Straße vom Ufer des Weissensees getrennt ist. Im unteren, seeseitigen Teil des Areals wurde neben der bestehenden Bootshütte ein Bade- und Saunahaus errichtet.

In seiner Gesamtheit präsentiert sich die Anlage nunmehr mit vier Gebäuden, wobei die beiden neuen Häuser — das Wohnhaus und das Saunahaus — als Passivhäuser errichtet wurden und somit dem höchsten ökologischen und bautechnischen Standard entsprechen. Die beiden neuen Gebäude verfügen über Grundrisse mit ähnlichen Konzepten. Beide Häuser erhielten an der Süd- und gleichzeitig Aussichtsseite einen großzügig überdachten, laubenartigen Vorbau mit flach geneigten Dächern. Dies ermöglicht einerseits viel witterungsgeschützte Freiflächen an der Aussichtsseite, andererseits bietet es vor allem im Sommer ausreichend Sonnenschutz.

Türk Saunahaus 081007_005 Türk Saunahaus 081007_005

Beide Häuser sind zur Gänze aus Holz gebaut, was beim Saunahaus offensichtlich ist, da die komplette Fassade mit Lärchenschalungen beplankt ist; dagegen tritt die Außenfassade des Wohnhauses in weiß verputzter Form in Erscheinung.

Die Dächer der beiden neuen Häuser wurden der Dachlandschaft des bestehenden Umfelds angeglichen, das heißt, die Hauptdächer der beiden neuen Gebäude wurden mit einfachen Satteldächern geplant und ausgeführt.

Die Tatsache, dass die Aussichtsseite gleichzeitig See- und Südseite ist, bot natürlich eine ideale Voraussetzung dafür, diese Häuser in Passivhausstandard auszuführen, da die Transparenz zum See gleichzeitig passive Nutzung der Sonnenenergie bedeutet. Das Ensemble ist ein Beleg dafür, dass regionaltypische Architektur und Passivhausbauweise keine Widersprüche sind.