© Gert Perauer
Im Jahre 2013 wurde die Planung für die Erweiterung des Hotels Trattlerhof der Familie Birgit und Jakob Forstnig übernommen. Das Projekt wurde jedoch erst im Jahre 2018 umgesetzt. Dabei wurde das bestehende Hotel im Wesentlichen um drei Bauteile erweitert. Und zwar um die Herstellung eines neuen Betten- und Wellnesstraktes im Südwesten, um die Errichtung eines Zwischentraktes in ovaler Form, sowie um die Aufstockung des ostseitigen Bettentraktes.
Für den neuen Zimmer- und Wellnesstrakt im Südwesten musste der bestehende Baukörper des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes vollständig abgebrochen und durch einen neuen Baukörper ersetzt werden. Der Baukörper beinhaltet insgesamt zehn neue Gästezimmer. Zwischen den bestehenden Haupttrakt und den neuen Bettentrakt wurde im Bereich des Hofes auf der Eingangsseite ein 3-geschoßiger geschwungener Baukörper eingefügt, welcher im Erdgeschoß die Erschließung neuer Behandlungsräume, im 1. Obergeschoß einen großzügigen Mehrzweckraum für Seminare und Yoga, sowie im 2. Obergeschoß einen Fitnessraum enthält. In diesem Trakt findet auch ein neuer Lift Platz, welcher nunmehr alle Geschoße im Westen miteinander verbindet.
Beim ostseitigen Baukörper wurde das bestehende Dach abgebrochen und durch ein neues 3. Obergeschoß mit flachgeneigtem Walmdach ersetzt. Hier wurden nun sämtliche neuen Zimmer nach Süden hin orientiert.
Das Interieur dieser Bereiche wurde mit Verwendung von Altholz, Eiche, Naturmaterialien in schlichtem Stil gehalten.
© Gerd Perauer
Im Zuge der 2025 realisierten Erweiterung wurde der Kern des Hotelensembles zeitgemäß weiterentwickelt und umfassend erneuert. Der zentrale Baukörper – zugleich der älteste Teil der Anlage – erfuhr im 1. Obergeschoss eine grundlegende Neustrukturierung. Das 2. Obergeschoss, sowie ein neues 3. Obergeschoss wurden zur Gänze in vorgefertigter Holzbauweise umgesetzt.
Die bestehenden Zimmerstrukturen im 1. und 2. Obergeschoss wurden vollkommen geändert: Während die südseitigen Zimmer modernisiert wurden, entstand im Norden aus ehemals sechs zweihüftigen Einheiten ein großzügiger, einhüftiger Zimmertrakt mit drei großen – nach Westen orientierten - Zimmern und einem ostseitigen Erschließungsgang. Dieses klare Raumkonzept wurde im neu errichteten 3. Obergeschoss konsequent fortgeführt. Die westseitig gelegenen Zimmer wurden durch überdachte Balkone ergänzt, wodurch ein zusätzlicher Mehrwert an Aufenthaltsqualität geschaffen werden konnte. Die zentrale einläufige Treppe blieb erhalten und wurde um ein Geschoss nach oben verlängert.
Konstruktiv basiert das Hotel im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss weiterhin auf einer Massivbauweise. Die neuen Aufstockungen im 2. und 3. Obergeschoss sowie die Dachkonstruktionen wurden in moderner Holzbauweise realisiert. Die Fassadengestaltung orientiert sich bewusst am bestehenden Erscheinungsbild und fügt die neuen Bauteile harmonisch in das Gesamtensemble ein.

















